Aktuelles

14. Oktober 2015

Erfolgreicher 24. Kommunaler Erfahrungsaustausch in Peenemünde

Teilnehmer des 24. Kommunalen Erfahrungsaustausches in Peenemünde (Foto: Historisch Technisches Museum | Kai Hampel)

„Qualitäten in der Stadtentwicklung – Strategien einer erfolgreichen Planung und Umsetzung“ war das Thema, mit dem sich am 13.10.15 Bürgermeister und Bauverantwortliche aus den Kommunen des Landes Mecklenburg-Vorpommern beschäftigten. Sie folgten der Einladung der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH zum 24. Kommunalen Erfahrungsaustausch in das Historisch Technische Museum von Peenemünde.

 

Der jährlich stattfindende Fachkongress wurde von Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern, eröffnet. „Altes bewahren und gleichzeitig Neues schaffen – auf diese kurze Formel lassen sich die Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung zusammenfassen. Zahlreiche Städte und Gemeinden geben davon Zeugnis. Jetzt gilt es für die Kommunen, sich auf verändernde Rahmenbedingungen einzustellen und die Herausforderungen gemeinsam anzugehen“, forderte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph vor Ort und erläuterte: „Bedingt durch den demografischen Wandel benötigen wir mehr barrierearmen Wohnraum sowie Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden. Außerdem müssen soziale Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Turnhallen nach heutigen Erfordernissen saniert werden.“

 

Robert Erdmann, Geschäftsführer der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH resümierte: „Wir konnten erneut Referenten mit sehr interessanten Fachbeiträgen gewinnen. Das Thema Qualität in der Stadtentwicklung ist für unsere Bürgermeister und Bauexperten von großer Bedeutung. Beim Schwerpunktthema Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern haben wir uns deshalb mit der Frage beschäftigt, wie man beispielsweise Baukultur in Einfamilienhaus-gebieten fördern kann. Mit der Vorstellung des ExWost Forschungsprojektes, an dem die LGE Projektpartner war, zeigten hierzu Christoph Schnetter von der ELBBERG Stadtplanung GbR und Robert Wick, LGE Mecklenburg-Vorpommern, konkrete Möglichkeiten und Chancen für unsere Stadtplaner auf.“ Vertieft wurde das Thema Baukultur von Norbert Möhring, Möhring Architekten Berlin / Born mit guten Beispielen für den individuellen Hausbau an der Küste.

 

„Im anschließenden Beitrag über „Building Information Modeling (BiM)“ von Marc Hackmann der hkc Architekten+Ingenieur-Consult GmbH wurden neue Instrumente zur Qualitätssicherung bei der Planung, dem Bau und der Bewirtschaftung von Gebäuden vorgestellt“, erläutert Volker Bruns, Geschäftsführer der LGE Mecklenburg-Vorpommern.  „BIM arbeitet mit virtuellen 3-D-Gebäudemodellen, die mit den relevanten Daten des Gebäudes erstellt werden. Sämtliche Projektbeteiligte arbeiten am gleichen Modell, so dass eine hohe Transparenz ermöglicht wird, z.B. bei den Baukosten.“

 

Der Fachvortrag von Hans-Jörg Niemeck vom Ingenieurbüro Inros-Lackner über „Quality Gates“ beschäftigte sich mit einer Methode des Projektmanagements für die Realisierung von Bauvorhaben. Hiermit soll ein frühzeitiges Erkennen von Fehlern und Hindernissen und somit ein rechtzeitiges und effektives Gegensteuern ermöglicht werden.

 

Um effiziente Projektsteuerung, erläutert am konkreten Beispiel des anspruchsvollen und komplexen Bauprojektes, dem „Internationalen Haus des Tourismus“ in Rostock, ging es im Beitrag von Bernd Fischer, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und Tomas Kämpfert, LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH. Sie erläuterten wie es gelingen kann, mit Hilfe einer guten und besonnenen Projektsteuerung auch Großprojekte im veranschlagten Kostenbudget und Zeitrahmen zu realisieren.

 

Der letzte Vortrag war für die Teilnehmer besonders praxisrelevant. Hier ging es um die Durchführung von Vergabeverfahren, die nach bestimmten Vorgaben zu erfolgen hat, denn beim Einsatz öffentlicher Mittel ist das Wettbewerbsrecht einzuhalten. Insbesondere bei Vergabe von EU Mitteln bei größeren Projekten gewinnt dies zunehmend an Bedeutung.

 

Viele Teilnehmer nahmen im Anschluss an den Kongress noch die Möglichkeit wahr, einen Rundgang durch das Historisch Technische Museum Peenemünde zu machen und die Besonderheit dieses Ortes kennen zu lernen.

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