Aktuelles

21. Januar 2015

Erfolgreicher Einsatz der Städtebauförderung in Schwerin

Blick vom Dom auf die Altstadt von Schwerin (Foto: LGE | Dr. Birgit Nolte)

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow lädt im Vorfeld des Hauptausschusses zum Pressegespräch: Städtebauförderung in Schwerin – Bilanz 2014, Ausblick 2015

 

Gesprächspartner:

Robert Ermann, EGS-Geschäftsführer und

Andreas Thiele, Amt für Stadtentwicklung

 

Im vergangenen Jahr konnte die EGS Entwicklungsgesellschaft mbH als treuhänderische Sanierungsträgerin erneut zahlreiche Projekte und Maßnahmen gemeinsam mit der Landeshauptstadt Schwerin realisieren. Insgesamt rund 12 Mio Euro wurden für zahlreiche Planungs- und Baumaßnahmen in der Landeshauptstadt generiert und eingesetzt.

 

Den größten Anteil machten im vergangenen Jahr Mittel für Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen aus. Hier ist insbesondere der Bau der Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch zu nennen, die nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren planmäßig am kommenden Freitag an die Öffentlichkeit übergeben wird. In 2014 flossen insgesamt Mittel von ca. 4,7 Mio Euro in dieses Vorhaben. Auch der Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums gehört zum Bereich der Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen. Der dreigeschossige Erweiterungs-Neubau des Musik-Gymnasiums soll bis Sommer 2016 fertig gestellt werden. Hierfür wurden die ersten Gewerke bereits im Frühjahr 2014 ausgeschrieben, Abbrucharbeiten erfolgten im Sommer, die Grundsteinlegung fand im vergangenen Dezember statt. So flossen im vergangen Jahr für dieses Vorhaben Fördermittel in Höhe von knapp 1 Mio Euro. Alle weiteren Bauarbeiten werden in 2015 und im ersten Halbjahr 2016 erfolgen. Die Baufertigstellung ist für Sommer 2016 vorgesehen. Auf etwa 6500 Quadratmetern werden neben Klassen- und Gruppenräumen ein Ganztagesschulbereich mit Bibliothek, ein Klausurraum, ein Verwaltungsbereich, eine Cafeteria sowie weitere Fachräume entstehen. Auch von der Öffentlichkeit nutzbare Musiksäle sind geplant. Ein neues Foyer am Haupteingang wird als Bindeglied zwischen Alt- und Neubau dienen.

Laut Förderbescheid des Wirtschaftsministeriums erhält die Stadt hierfür rund 5 Mio: Euro aus der Städtebauförderung bei voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 10 Mio. Euro. Für den Bereich der Erschließungsmaßnahmen wurden in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr Mittel von insgesamt 2,68 Mio Euro verbaut. Die wesentlichen Maßnahmen waren hier die Erneuerung der Hamburger Allee, die mit rund 1 Mio Euro Fördermittel plangemäß fertig gestellt werden konnte, sowie der 1. BA der Wittenburger Straße. Hier wurden fast 420.000 Euro an Fördergeldern eingesetzt. Darüber hinaus konnten die Maßnahmen Uferweg an der Brauerei und der Hafenpromenade, in der Schelfstraße, der Bergstraße und Gehweg der Pilaer Straße realisiert werden.

Im Hinblick auf das Jahr 2015 geht die EGS davon aus, dass der Landeshauptstadt Schwerin ein Investitionsvolumen von etwa 8,2 Mio Euro zur Verfügung steht. Neben dem vorgenannten Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums wird in diesem Jahr der Neubau der Brücke in der Wittenburger Straße erfolgen. Hier wird die 1968 errichtete Spannbetonbrücke über die stark befahrene Bahnstrecke ersetzt. Baubeginn ist für März 2015 geplant, die Fertigstellung für 2016.

 

Wichtige private Gebäudesanierungen werden ebenfalls von der Stadt begleitet und mit Fördermitteln unterstützt. So konnte beispielsweise eines der ältesten Fachwerkgebäude der Stadt, die Puschkinstraße 20, wieder nutzbar gemacht werden. Ein privater Investor erwarb das historische Fachwerkgebäude von der Stadt und sanierte es anschließend originalgetreu mit Unterstützung aus der Städtebauförderung. Ende 2014 konnte das sanierte Wohngebäude wieder bezogen werden. Im Rahmen baukultureller Aktivitäten werden sogenannte Gutachterverfahren mit privaten Bauherren durchgeführt, um eine attraktive Gestaltung der Fassaden in der Innenstadt zu erreichen. Stadt, Land und Architektenkammer M-V tragen diese „Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt“ und erreichen somit, dass die neu bebauten Baulücken in Schwerin eine architektonische Bereicherung darstellen. Die Landeshauptstadt Schwerin Stadt nutzt ihre Chancen aus der Städtebauförderung und setzt sie vielfältig ein.

 

Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin Angelika Gramkow resümiert: „Wir freuen uns, dass wir die EGS seit über 20 Jahren an unserer Seite haben. In der Vergangenheit konnten Städtebaufördermittel für viele kulturelle Einrichtungen genutzt werden, etwa für das Schleswig-Holstein-Haus, den Speicher in der Röntgenstraße oder das Konservatorium. Darüber hinaus war es möglich, in Bildungseinrichtungen zu investieren, z.B. in die Astrid-Lindgren-Schule und die Heineschule. Mit dem Bauvorhaben Goethe-Gymnasium investieren wir auch in 2015 in die schulische Ausbildung der jungen Generation. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln besteht weiterhin die Möglichkeit, den Sanierungsprozess der Landeshauptstadt Schwerin erfolgreich fortzusetzen.“

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