Aktuelles

30. Mai 2016

Festakt zum 25. Kommunalen Erfahrungsaustausch fand in Greifswald statt

Teilnehmer beim 25. Kommunalen Erfahrungsaustausch 25 Jahre Stadterneuerung in Greifswald am 26.05.16 (Foto: LGE I Katrin Steuder)

Im Kaisersaal der Universitäts- und Hansestadt Greifswald fand am Donnerstag die Festveranstaltung "25. Kommunaler Erfahrungsaustausch - 25 Jahre Stadterneuerung in Mecklenburg-Vorpommern" statt. Die Veranstaltung wurde von der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium ausgerichtet. Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern sagte: "Viele Beteiligte aus dem Land haben in den vergangenen Jahren zum Erfolg der Städtebauförderung beigetragen. Vielerorts ist es hervorragend gelungen, den individuellen Charakter der historischen Innenstädte zu erhalten und wiederherzustellen. Es ist beeindruckend, was in vielen Städten und Gemeinden nach der Wende entstanden ist. Das ist ein ordentliches Stück Aufbauarbeit für das Land Mecklenburg-Vorpommern."

 

Förderung trägt zur Wertschöpfung im Land bei

Das seit 1991 eingesetzte Fördervolumen der Städtebauförderung und der Wohnraumförderung beträgt über fünf Milliarden Euro. In rund 120 Kommunen sind mehr als 20.000 Einzelvorhaben gefördert worden. Unterstützt wurden damit beispielsweise Wohnungen und Rathäuser, Kindertagesstätten und Schulen, Sporthallen und -plätze, Kirchen und Museen, Plätze, Wege und Straßen im ganzen Land. "Baugeschehen ist kein Selbstzweck. Ein Bau bringt zweifellos Umsatz und Beschäftigung. Ziel ist letztlich die Gestaltung der materiellen Rahmenbedingungen für das Leben unserer Menschen und hier auch die Erhaltung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein Förder-Euro stößt bis zu acht Euro weitere öffentliche und private Investitionen an. Städtebauförderung und Wohnraumförderung sind auch wirksame Programme für den heimischen Mittelstand", betonte Glawe weiter. Etwa drei Viertel der bei den Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen ausgelösten Aufträge werden an lokale bzw. regional tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen vergeben.

 

Städtebauförderung wird auf hohem Niveau fortgesetzt

Die Städtebauförderung soll weiter auf hohem Niveau und ausgerichtet auf heutige Anforderungen fortgesetzt werden. Ein Hauptanliegen der Städtebauförderung ist die Stärkung der Innenstädte wie der Stadtteilzentren. "Hier ergeben sich auch Anknüpfungspunkte für die Unterstützung von Städte- und Kulturtourismus", betonte Wirtschaftsminister Glawe. "Die Städtebauförderung wird fortgeführt. Wir haben viel erreicht, haben aber noch einiges zu tun. Wir werden die Kommunen auch künftig bei ihren Vorhaben intensiv unterstützen". Auch außerhalb der historischen Innenstadtbereiche, in den so gennannten Stadterweiterungsgebieten, entlang der Ausfallstraßen und Richtung Bahnlinie besteht noch Sanierungsbedarf.

Glawe regte an, die Möglichkeiten der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte aktiv zu nutzen. "Sie sind als wirksames Planungsinstrument noch stärker einzusetzen. Viele Städte haben für sich bereits erkannt, dass durch die gewonnenen Fakten eine bessere Planung möglich ist. Es existiert heute eine ganze Palette von Förderprogrammen. Diese orientieren sich an konkreten Aufgaben, wie Stadtumbau, Soziale Stadt, Aktive Zentren, Denkmalschutz und die Entwicklung kleinerer Städte und Gemeinden. Diese gilt es passgenau einzusetzen", so Glawe.

 

Wirtschaftsminister dankt allen Beteiligten

Wirtschaftsminister Glawe dankte unter anderem den Stadtverwaltungen, Sanierungsträgern, Architekten und Planern, Wohnungsunternehmen und dem Landesförderinstitut. "Das heutige beeindruckende Erscheinungsbild in vielen Städten und Gemeinden ist Beleg für das gute Zusammenarbeiten aller am Prozess beteiligten Partner sowie für die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements", so Glawe abschließend.

 

Förderung von Gesamtmaßnahmen wichtig

Robert Erdmann, Geschäftsführer der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH und Vizepräsident der Bundesvereinigung der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften e.V. wies auf die Erfolge der 25 Jahre Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern hin, die nur durch das partnerschaftliche Zusammenwirken aller beteiligten Akteure möglich war. Dazu gehörten neben dem Bund, Land und Kommunen auch die Planer, Baufirmen und Sanierungsträger.

 

Dabei sei nicht nur die Förderung von Einzelprojekten als sogenannte "Pilotprojekte" wichtig sondern auch weiterhin die Förderung von Gesamtmaßnahmen als Basis für effektive Stadterneuerungsprozesse, denn die städtische Identität entstehe in den Quartieren.

"Ich hoffe, dass das Instrument der Städtebauförderung auch weiterhin als schlagkräftiges, wandlungsfähiges und vielseitiges Instrument genutzt wird, um eine selbstbewusste Strategie für die Städtebauförderung der Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln", so Erdmann abschließend.

Aktuelles

Beste Aussichten beim "Spielen am Leuchtturm"

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern stellen Stadtteilkonzert vor
Ankündigung Stadtteilkonzert Mueßer Holz (Foto LGE)

Vor-Ort-Termin mit Vertretern der LGE, der Landeshauptstadt und des Planungsbüros
Besichtigung der neuen Aula im CAT Campus am Turm

23 attraktive Baugrundstücke in zentraler Lage auf Rügen und in Ostseenähe
Spatenstich Garz

Neu Zippendorf und Mueßer Holz für das „Quartier63"