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10. März 2020

Streetart-Ausstellung in Neu Zippendorf und Abrissparty Stadtteiltreff Eiskristall

Streetart in der Pankower Straße Schwerin
Streetart in einer Wohnung des Abrisshauses Pankower Straße Schwerin (Foto: LGE)

Streetart-Ausstellung in Neu Zippendorf und

Abrissparty Stadtteiltreff Eiskristall 

 

Ein Plattenbaublock in der Pankower Straße der Landeshauptstadt Schwerin und das angrenzende „Eiskristall“ – ein Stadtteiltreff im Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf - sollen demnächst abgerissen werden. Die leerstehenden Gebäude konnten am 7. März 2020 kurzfristig für eine bunte Streetart-Ausstellung und eine „Abrissparty“ genutzt werden. Initiiert wurde die Veranstaltung, zu der rund 150 Gäste kamen, vom Stadtteilmanagement Neu Zippendorf und Muzeßer Holz. Dazu lud die Friedrich-Ebert-Stiftung ein, die das Kunstprojekt, neben dem Verfügungsfonds Soziale Stadt, mitfinanziert hat.

 

In dem ehemaligen Wohnkomplex beschäftigten sich in den vergangenen Wochen rund 25 Künstler*innen mit moderner Kunst – Graffiti und Streetart. Es wurde gesprayt, gemalt, installiert und abgedunkelt. Insgesamt wurden neun Wohnungen auf unterschiedlichste Weise gestaltet. In einer „Party-Wohnung“ wurden durch Schwarzlicht besondere Farbeffekte erzielt. Die Besucher*innen hatten die Möglichkeit, sich die Wohnungen anzuschauen und mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen, die sich bei den Graffiti Freunden Schwerin e.V. engagieren. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem „Grundgesetz“ war ein Projekt von etwa 130 Jugendlichen, die zu diesem Thema eine weitere Wohnung umgestalten durften. Die Ausstellung wurde musikalisch begleitet von Funk & Soul.

 

„Die Künstler haben gerade durch die Nutzung ganzer Räume ein einmaliges Erlebnis geschaffen. Eine Aktion, die alle Besucher*innen schwer beeindruckt hat. Das Interesse an den Arbeiten war sehr groß und wenn es stimmt, dass Kunst zum Dialog anregen soll, dann wurde dieses Ziel erreicht“, fasst Geschäftsführer der WGS Schwerin, Thomas Köchig, zusammen und bedankt sich bei allen Aktiven. Auch die Quartiersmanagerinnen, Julia Quade und Sandra Tondl, zeigten sich glücklich. Es wird nun versucht, weitere Wohnblöcke, die auf den Abriss warten, zu nutzen. „Dann würden wir auch Lesungen und Theateraufführungen in den Räumlichkeiten anbieten“, berichtet Julia Quade.

 

Das Stadtteilmanagement ist überwiegend im Campus am Turm, Hamburger Allee 124, im Mueßer Holz, anzutreffen und richtet derzeit zusätzlich einen Service-Point am Berliner Platz 2 ein, um auch in Neu Zippendorf vertreten zu sein.

Nachtrag: Am 03.06.2020 lief um 19:30 Uhr im Nordmagazin des NDR ein Beitrag über die Aktion.

Link zum Film in der NDR-Mediathek: Graffitiaktion im Abrissblock