Erschließungsarbeiten für attraktives LGE-Wohngebiet gestartet
Am 01.09.2026 fand der feierliche Spatenstich zur Entwicklungsmaßnahme „Prohner Straße“ in der Hansestadt Stralsund statt. Mit diesem offiziellen Auftakt für die Erschließung schafft die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH die Voraussetzungen für ein attraktives, innerstädtisches Wohngebiet mit exzellenter Infrastruktur. Aus diesem Anlass waren Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bau, Dr.-Ing. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, Daniela Degen-Lesske und Robert Erdmann, Geschäftsführung der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH sowie viele Vertreterinnen und Vertreter der Kommune, der städtischen Versorgungsbetriebe, der Planungs- und Baufirmen vor Ort.
Zur Begrüßung gab Robert Erdmann einen kurzen Rückblick zur Projekthistorie und der langjährigen Zusammenarbeit zwischen LGE und der Hansestadt. Er hob hervor, dass das Unternehmen bereits fünf Erschließungsprojekte in Stralsund erfolgreich verwirklicht habe. Als Besonderheit der Maßnahme „Prohner Straße“ ging er auf die Vornutzung der Fläche ein, u.a. durch die Stralsunder Stadtwerke und anderer Unternehmen. Der Rückbau im Jahr 2021 für rund 950.000 Euro ermöglicht so flächenschonendes Bauen innerhalb des Stadtgebietes. Als Gesamtinvestition gab er rund 10,4 Mio. Euro an, die das Unternehmen in den Flächenankauf, die Planungsleistungen, Ausgleichsmaßnahmen und Erschließung investiere. Diese solle voraussichtlich bis September 2027 abgeschlossen sein.
Ina-Maria Ulbrich sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem heutigen Spatenstich ein für die Hansestadt Stralsund so wichtiges Erschließungsprojekt für unterschiedliche Wohnformen beginnen können. Die Frage nach bezahlbarem Wohnen ist kein alleiniges Thema der Metropolen, sondern auch von Städten wie Stralsund, geprägt durch Hochschule und Tourismus. So ist dieses Projekt aus doppelter Hinsicht wichtig und gut: Hier wird keine „grüne Wiese“ am Stadtrand erschlossen, sondern eine vorgenutzte Fläche innerhalb des Stadtgebietes wird für den Wohnungsbau aktiviert und baulich verdichtet, was ökologisch und ökonomisch besonders sinnvoll ist. Auf diesem relativ kleinen Areal von rund 4,9 ha Größe werden „nur“ 29 Grundstücke entstehen, aber insgesamt 256 Wohneinheiten geschaffen! Es soll eine gute Mischung aus Mehrfamilienhäusern mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern entstehen. Die Grundstücke mit hohem Ausnutzungsgrad werden mit Mehrfamilienhäusern bebaut, die bis zu fünf Geschosse haben dürfen. Was mich besonders freut, ist, dass hier auch Investoren angesprochen werden sollen, die bezahlbare Wohnungen für Studierende realisieren könnten. Denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen und diesem müssen alle, die mit dem Bauen zu tun haben, verantwortungsvoll begegnen.“
Dr.-Ing. Alexander Badrow ergänzte: „Unsere historische Hansestadt ist durch den schönen Strelasund im Norden und intakte Naturgebiete sowie landwirtschaftliche Flächen umgeben und daher in ihren Ausweitungsmöglichkeiten etwas begrenzt. Deshalb ist es erforderlich, Wohnbauprojekte innerhalb des Stadtgebietes zu entwickeln, wie wir sie bereits gemeinsam mit der LGE in Andershof und den Köhlerschen Gärten verwirklicht haben. Damit können wir gute Angebote für unsere Einwohnerinnen und Einwohner schaffen. Von diesem neuen Wohngebiet aus ist der Strelasund in wenigen Gehminuten zu erreichen. Gleiches gilt für unsere Hochschule, das Helios Hanseklinikum, verschiedene Kitas, Schulen, Spielplätze sowie zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Auch das Ozeaneum sowie die historische Altstadt mit UNESCO-Welterbestatus und ihren vielfältigen kulturellen und gastronomischen Angeboten sind gut mit dem Fahrrad oder Bus erreichbar. Aufgrund der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erwarten wir hier einen überschaubaren PKW-Verkehr. Auf sämtlichen Einfamilienhaus-Grundstücken soll eine Ladeinfrastruktur mit 11 KW installiert werden. Und was die energetische Versorgung anbelangt, selbstverständlich wird das Wohngebiet über Fernwärme durch die Stadtwerke versorgt.“
Fotos Spatenstich, v.l.n.r.:
Dr. Frank-Bertholt Reith, Leiter des Amtes für Planung und Bau, Hansestadt Stralsund
Stephan Harloff, Geschäftsführer IBVM GmbH
Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bau MV
Robert Erdmann, Geschäftsführer LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH
Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund
Daniela Degen-Lesske, Geschäftsführerin LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH